Slawenburg Raddusch
Die Lausitz verdankt ihren Namen dem Volk des slawischen Stammes der Lusizi, die sich in diesem Gebiet ansiedelten (9./10.Jh.n.Chr.). Sie lebten in Burgwällen, die ihnen gleichzeitig als Wehranlage dienten.
Eine dieser Befestigungsanlagen kann nach aufwändiger Rekonstruktion von Besuchern besichtigt werden. Stolze 57 Meter im Durchmesser, 10 Meter Breite und 9 Meter Höhe hatte der Radduscher Ringwall. Die Slawenburg Raddusch als Nachbildung dieser Wallanlage erinnert heute an die Kultur der Slawen im Spreewald.
Von 1984 bis 1990 wurde die Burg ausgegraben. In den Jahren 1999 bis 2003 entstand eine Idealrekonstruktion der slawischen Burg. Im Jahr 2020 erfolgte eine Neugestaltung des Burginnenhofes sowie eine umfassende Umgestaltung der Dauerausstellung.
Heute ist hier in der Slawenburg Raddusch eine der modernsten archäologischen Ausstellungen Deutschlands zu sehen. Bedeutende Originalfunde – Leihgaben verschiedener Museen und Institutionen aus Brandenburg, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern – erzählen die Geschichte der Niederlausitz.
Wie wohnten und lebten die Slawen vor vielen tausend Jahren? Mit modernen Medien sowie archäologischen Fundstücken erfahren Sie mehr über das hier einst angesiedelte Volk. In der eindrucksvollen Dauerausstellung begeben Sie sich auf eine Zeitreise durch 130 000 Jahre Siedlungsgeschichte - von der Steinzeit bis zum Mittelalter. Eines der spektakulärsten Ausstellungsstücke: der "Götze von Raddusch", eine aus dem Jahr 926 stammende eichene Spaltbohle mit einem kopfartig herausgearbeiteten Abschluss, deren Brustbereich eine Durchlochung ziert. Diese slawische Götterfigur aus Holz ist in dieser Form in Brandenburg einzigartig.
HINWEIS
Die Slawenburg Raddusch ist derzeit geschlossen.
Das Außengelände
Viel Platz zum Entdecken, Toben und Picknick im Grünen - das Außengelände mit "Zeitsteg", Spielbereich und artenreichen Wiesenflächen lädt zum Verweilen ein.










